Kollisionsfreies Fräsen

Vom Feinsten: die automatische Kollisionskontrolle und -vermeidung in hyperMILL®

Bei der 5Achs-Bearbeitung von tiefen Kavitäten, Domen mit hohen, steilen Wänden, Hinterschnitten, aber auch bei der 3D-Bearbeitung von schwer zugänglichen Stellen mit Scheiben- und Lollipopfräsern gehört die automatische Kollisionskontrolle und -vermeidung zu den wichtigsten Voraussetzungen für einen sicheren Prozess. hyperMILL® berechnet die Fräsbahnen für alle Bearbeitungszyklen automatisch unter Berücksichtigung der Kollisionskontrolle und aktiver Vermeidungsstrategien.

Wenn das System einen Kollisionsbereich erkennt, kann die Fräsbahn des Segments für weiterführende Bearbeitungsschritte in unterschiedliche Programmabläufe gesplittet werden. Häufig lassen sich Kollisionen jedoch schon durch das längere Ausspannen eines Werkzeugs oder durch die Verwendung eines anderen Halters vermeiden. Im Falle einer Halterkollision bietet hyperMILL® dem Anwender deshalb drei Möglichkeiten:



Den Abbruch der Berechnung vor dem ersten Kollisionspunkt



Das Weiterführen der Berechnung mit der Funktion Split: Der Werkzeugweg wird ab dem Kollisionspunkt zwar weiterberechnet, aber nicht ausgegeben. Dieser "maskierte Werkzeugweg" kann im nächsten Schritt durch den Bahnverfolgungszyklus für eine Bearbeitungssequenz mit Werkzeugen anderer Schaftlänge oder mit einem anderen Halter verwendet werden. So reduziert sich der Programmieraufwand erheblich.



Das Weiterführen der Berechnung mit der Funktion Clip: Der Teil, bei dem Werkzeug oder Halter kollidieren, wird während der Berechnung ausgelassen.
Das von der OPEN MIND Technologies AG entwickelte Kollisionsmodell erschließt alternative, effizientere Bearbeitungsstrategien. Mehrfachaufspannungen oder das aufwändige Programmieren mit angestelltem Werkzeug sind damit überflüssig.